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Automotive GAU: VW ./. CarTrim und ES Automobilguss - ein Kommentar

Dresden, 20.08.2016, SUPPLIERPARK®. Ohne die einzelnen besonderen Aspekte der betroffenen Zulieferer CarTrim und ES Automobilguss sowie des OEM´s VW AG zu kennen ist eine exakte Beurteilung des Automotive - GAU´s nicht möglich. Damit es nicht zum Automotive Super-GAU in Deutschland kommt ist klar: die Situation muß so schnell wie möglich hinreichend geklärt werden und zu einer regelmäßigen Lieferung zurückgekehrt werden. Dazu gehören die Lieferanten genauso wie VW.

Wenn man ausgiebig eigene Erfahrungen im Automobilzulieferbereich sammeln konnte, weiß man worum es geht und man weiß, daß die Ursachen nicht neu oder etwa unbekannt sind.

Als kleiner oder mittlerer Automobilzulieferer muß man gewöhnlich bei allen Projektstufen in Vorleistung gehen. Weil man sich diese Kosten meistens erst mit er Serienlieferung über den Teilepreis wieder zurückholen kann, kommt es darauf an, klare vertragliche Regelungen mit dem OEM oder dem nächst höheren TIER für den Fall des Projektabbruches zu finden. Auch sollten alle Meilensteine in Entwicklung, Werkzeugerstellung, Fertigungslinienbau etc. und auch Materialbeschaffung zur Sicherstellung des SOP vom Auftraggeber beauftragt sein, denn ein Auftrag ist die Basis für eine Rechnungsstellung, wenn dar Werkerfolg (bei Werkvertrag) erfüllt ist. Gleiches gilt auch für den planmäßigen Serienauslauf hinsichtlich des Teilepreises.

Projektmanager müssen hier besonders befähigt sein hinsichtlich Technik, Geschäft, Recht, Planung und – nicht zuletzt – müssen Sie wahre Beziehungskünstler sein. Gerade weil es bei Automotive Projekten immer um große Beträge geht, kommt es auf filigrane, harte und ausdauernde Verhandlungen an und vor allem darauf, daß man zum Auftraggeber den richtigen Faden findet und ihn so auch persönlich mit im Boot hat. Oft kennen Einkäufer der OEM´s die Konsequenzen für den Zulieferer gar nicht, wenn man Ihnen diese bei den Gesprächen nicht aufzeigt. Möglicherweise erhält man dadurch den Auftrag für das Projekt nicht – doch in diesem Falle ist es auch besser so.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen und dies gilt ganz klar auch für VW, daß ein OEM/TIER einen zuverlässigen Serienlieferanten will, der nicht in der Serie wegbricht, denn meist, aus Gründen der Optimierung des Serienpreises, wird die gesamte Stückzahl an nur einen Lieferanten seines Vertrauens gegeben.

Doch, es ist klar: Es ist und bleibt betriebswirtschaftlich eine absolut risikoreiche Gratwanderung auf die man sich begibt, wenn man Automobilzulieferer werden will. Stets schwebt über dem Unternehmen ein Damoklesschwert, wenn es sein Risiko nicht auf andere Branchen verteilt. Und als Unternehmer muß man sich darüber im Klaren sein, daß man auch nur die Projekte realisieren kann, für die man die finanziellen Voraussetzungen hat. Damit ist auch das Wachstum des jeweiligen Zulieferers begrenzt.

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