Daimler Türk-Treff würdigt 50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen

23. September 2011
admin
  • Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG: „Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei haben ein halbes Jahrhundert Daimler-Geschichte mitgeschrieben – mit großem Einsatz und voller Leidenschaft für den Stern.“
  • Festakt mit Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg und Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen sowie rund 500 Gästen
  • Mitarbeiternetzwerk Daimler Türk-Treff als Beispiel für gelungene Integration im Unternehmen

Stuttgart 23.09.2011– Rund 50 Jahre ist es her, dass Daimler in der Türkei zur Verstärkung der Belegschaft in Deutschland die erste Generation von Gastarbeitern angeworben hat. Mittlerweile sind die türkischstämmigen Kolleginnen und Kollegen aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Gemeinsam mit dem Mitarbeiternetzwerk Daimler Türk-Treff würdigte die Daimler AG heute, 50 Jahre später, das deutsch-türkische Anwerbeabkommen und seine Erfolgsgeschichten. Zu den geladenen Gästen zählten Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Bernhard Lasotta, Integrationspolitischer Sprecher im Landtag, sowie der türkische Generalkosul Mustafa Türker Ari.

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei haben ein halbes Jahrhundert Daimler-Geschichte mitgeschrieben – mit großem Einsatz und voller Leidenschaft für den Stern.“ Die Zahl der Mitarbeiter aus der Türkei stieg im Unternehmen seit den 1960er Jahren stetig an. Arbeiteten im Jahr 1963 lediglich rund 200 Kollegen mit türkischem Pass im Unternehmen, waren es zehn Jahre später bereits rund 10.000 Beschäftige aus der Türkei.

Heute sind rund 12.000 türkische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit bei Daimler. Hinzu kommen viele weitere mit deutschem Pass und türkischen Wurzeln. „Sie sind aus keinem Bereich mehr wegzudenken – von der Montage bis zum Management. Und genauso muss es auch sein, denn Spitzenleistung hängt nicht von Nationalität, Geschlecht oder Herkunft ab“, sagte Zetsche. Als Erfolgsfaktor für gelungene Integration sieht er auch die Marke Mercedes-Benz an: „Unsere türkischen Mitarbeiter sind mindestens so stolz, beim Erfinder des Automobils zu arbeiten, wie ihre deutschen Kollegen. Stolz verbindet, wenn man ihn teilt. Er schafft eine gemeinsame Identität“, erklärte Zetsche.

Für die Integration ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen setzt sich auch der Daimler Türk-Treff ein. Das Mitarbeiternetzwerk besteht seit fast 20 Jahren und hat inzwischen Mitglieder aus fast allen Nationen, die im Unternehmen vertreten sind. „Wir haben bereits Diversity gelebt, als der Begriff noch völlig unbekannt war“, sagte Nejdet Niflioglu, Vorsitzender des Daimler Türk-Treff. Das Netzwerk ist auch außerhalb des Unternehmens aktiv und berät beispielsweise Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Ausbildungs- und Berufswahl.

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